Song

Monarchy Now

Laufzeit

4:10 Minuten

Album

Nachtflug [1992]

Single-Auskopplung

1993 (Promo, Österreich)

Musik, Text und Produktion

Musik: Harald Kloser, Thomas Schobel
Text: Falco
Produzent: Rob & Ferdi Bolland

Offiziell veröffentlichte Mixes/Edits/Versionen

  • Extended Club Mix 5:42 (1993)
  • Schönbrunner Flieder Club Mix 5:52 (1993)
  • Beat 4 Feet Radio Mix 4:06 (1993)
  • Instrumental Version 4:06 (1993) *
  • Symphonic Remix 4:15 (2008)

* Digital unveröffentlicht

Offiziell veröffentlichte Liveaufnahmen

  • Wiener Neustadt, Domplatz 4:21 (Symphonic Version) (1994/2008)

Über den Song

Falco schrieb Ende der 80er beziehungsweise Anfang der 90er Jahre gern über monarchistische Themen, auch in den Songs Poison (ursprünglich 1987 für das Album „Aya“ produziert, dann aber erst nach Falcos Tod veröffentlicht), Expocityvision, Alles im Liegen (vom Album Data De Groove) und später noch bei der (erst posthum veröffentlichten) Nummer Die Königin Von Eschnapur behandelt Falco diese Materie.

Entstanden ist dieses Lied bei einer Zusammenarbeit mit dem Filmkomponisten Harald Kloser und seinem musikalischen Partner Harald Schobel. Mit diesen beiden Österreichern erarbeitete Falco 1991/92 in Los Angeles einige Songs, dieser und die Nummer Nachtflug landeten auf dem Album Nachtflug. Gerüchteweise wurden bei dieser Kooperation (die noch vor der Versöhnung mit den Bollands stattfand) noch weitere Songs zumindest bis zum Demo-Stadium produziert, Harald Kloser selbst deutete dies nach Falcos Tod in einem Interview an. Diese, wahrscheinlich nur in Fragmenten vorliegenden Stücke haben aber bis heute nicht das Licht der Welt erblickt.

Wie Falco Harald Kloser kennenlernte, ist unklar, eine mögliche Verbindung könnte sein, dass dieser damals mit Desirée Nosbusch verheiratet war, Falcos Duettpartnerin auf der 1984 veröffentlichen Single Kann Es Liebe Sein?

Produziert wurde diese Nummer (und auch das ebenfalls während dieser Sessions in Los Angeles entstandene Stück Nachtflug) aber nicht von Harald Kloser – nachdem Falco lediglich diese zwei Songs mit ihm aufnahm und für den Rest des Albums wieder die Dienste der Brüder Bolland in Anspruch nahm, wurde vereinbart, dass die beiden Holländer (wohl um einen homogenen Sound zu garantieren) auch die beiden Kloser-Songs produzieren sollen.

Den deutlich feineren, subtileren und weniger opulenten musikalischen Stil der Nummer von Harald Kloser und Thomas Schobel (auf dem Album Nachtflug wird nur Harald Kloser als Autor angegeben, auf der Single und auch bei den späteren Wiederveröffentlichungen der LP wird dann aber auch Thomas Schobel als Komponist angeführt) behandeln die Bollands dabei sehr feinfühlig. Sie versuchen nicht, dem Song ihren Produzentenstil aufzubürden, sondern behandeln die differenzierte Melodie sehr vorsichtig und geben ihr einen stimmigen Soundmantel, der gut zum Rest des Albums passt.

Der Song beginnt mit einer Aufnahme einer Demonstration während der Revolution in Rumänien 1989 – im Booklet des Albums Nachtflug steht dazu: „The atmosphere backing tracks in the opening of this song are original recordings of the Romanian revolution in Timosora, December 1989. About more than a houndred thousand people are chanting ‚God exists‘“. Wörtlich übersetzt hört man in diesen Aufnahmen Folgendes: „Für die Toten, für die Verschwundenen, alle rumänischen Pfarrer, alle römisch-katholischen Pfarrer und die Kirchen aus den Nachbarländern: Es gibt den Glauben an Gott. Es gibt Gott, es gibt Gott, es gibt Gott“.

Wer diese Aufnahmen aus dem Revolutionsjahr 1989 als eröffnendes Element dieses Songs ausgesucht hat, ist unklar. Thematisch passt dies natürlich nicht unbedingt zum eigentlichen Thema des Songs, aber die Unterdrückung der Kirchen und des Glaubens in den sozialistisch geführten Ostblockländern passt sicherlich irgendwie auch zum Thema Monarchie – schließlich war und ist der Adel traditionell mit den Kirchen verbunden.

Nach diesen Originalaufnahmen beginnt die Nummer mit leichter Percussion, danach setzt ein Gitarrenriff ein und eine Stimme (die von Rob Bolland?) verlautet „Monarchy Now, alive“. Ein elegant swingender, trockener Beat sowie ein scharfes Syntie-Riff verleihen dem Lied danach Tempo, Falco setzt mit seinem Rap ein, bevor dann der Refrain eine Melodie einführt. Der Refrain ist verhältnismäßig lang und auch irgendwie ein bisschen umständlich. Im Mittelteil werden die Aufnahmen aus Rumänien wiederholt, bevor dann Falco über eine härtere House-Melodie sein „Well, there goes our salvage, guys“ spricht. Im Outro verklingt zunächst Falcos Stimme, erst danach versiegt auch die Melodie.

Die Lyrics hat Falco laut Booklet alleine geschrieben, die Wahl des Themas und die Gestaltung des Textes sprechen für diese Info. Dabei ist interessant, dass sich in Falcos Textheft (in dem er seit Beginn seiner Karriere seine Textideen niederschrieb) bereits 1984 folgende Zeilen finden: „Ob Kaiser oder Führer, alles Kriegsverlierer. Das Bild an der Wand ist das Vaterland“. Der Gedanke zu diesem Song dürfte Falco somit bereits Jahre vorher im Kopf umgegangen sein. Und auch im Lied Poison von 1987 (das dann erst posthum veröffentlicht wurde) hat Falco bereits einige Textzeilen, die er dann später in diesem Song recycelte, verwendet: „Kaiser, Fürsten und Monarchen, wie seid ihr reich. Rühmt euch Länder, rühmt euch Taten, kein Vergleich“.

Interessant ist auch, dass das Stück ursprünglich „Monarchy Alive“ hieß, auf dem Masterband findet sich auch noch der in Klammern gesetzte Zusatztitel „Do It To Me, Godess“.

Was vielleicht auch nicht allen aufgefallen ist – im Mittelteil zitiert Falco aus einem bekannten Hollywood-Film: Wenn er „Well, there goes our salvage, guys“ singt, dann sind das die viel zitierten ersten Worte aus James Camerons Film „Aliens“ von 1986, dem zweiten Teil der Alien-Filmreihe. Es ist lustig, dass hier eine weitere Verbindung zwischen Falco und James Cameron besteht – die andere besteht in der Tatsache, dass Falco 1992 im Lied Titanic natürlich das gleiche gesunkene Schiff besingt, das der kanadische Regisseur in seinem gleichnamigen Film von 1997 als Thema hat.

Bei Falco geht es inhaltlich in dieser Nummer um das nostalgisch-verklärte Nachtrauern der Kaiserzeit durch viele Österreicher. Zum Zeitpunkt des Entstehens des Songs gab es den Trend, die ehemaligen Habsburgerherrscher wieder ins Rampenlicht zu stellen. So wurde das Begräbnis der letzten Kaisergattin von Österreich, Zita von Bourbon-Parma zu einem medialen Großereignis. Auch der Kaiserenkel Karl Habsburg drängte in die Öffentlichkeit, er hatte im österreichischen Staatsfunk damals eine TV-Sendung. Falco vergleicht die absolutistischen Reiche der Habsburger und der Nationalsozialisten und sieht vielerorts Gemeinsamkeiten („Ob Kaiser oder Führer, alles Kriegsverlierer“). Dabei bezieht er politisch klar Stellung, er ist für keines der beiden Systeme, müsste er aber notfalls wählen, würde er der Monarchie den Vorzug geben („Dürfte im schlimmsten Fall ich wählen, zwischen monströsen oder dekadenten Seelen, zwischen Reichsstandarte und Schönbrunner Flieder, da wär‘ der Kronprinz mir noch lieber“). Dabei begründet er diese Wahl aber sehr augenzwinkernd, wenn er danach singt: „Der (Kronprinz; Anm.) hat zwar nie sein Reich besessen, dafür eine Unzahl von Mätressen. Das blieb auch so, in jedem Fall. Na, in dem Punkt, da wär‘ er liberal“).

Gleichzeitig macht sich Falco aber auch über diese historisch unkritische Haltung der Leute lustig: „Allbeliebte Monarchen, erfreut erneut wohin der Zug der Zeit sie fährt. Gebt dem Lande tollkühnste Parade-Patriarchen, gebt dem Volk die Heiligen, die es so begehrt. (…) Gebt dem Lande todschickeste Salon-Party-Plonarchen, lasst die Andersdenker nur gen Amerika ziehen“.

Laut Ewa Mazierskas Buch gibt es eine Verbindung zum Song Titanic: „Another song about a catastrophy and decadence: The fall of the Habsburg monarchy and Nazism. The song, despite its old fashioned setting, captures neoliberal apathy, resulting from the conviction that there is no viable political choice, the only choice, as Falco sings, is between monstrosity and decadence. The title and the chorus illustrate that it concerns contemporary times. The past is used to illuminate the present“.

In diesem Sinne wäre es eine Absage Falcos an alle nicht-demokratischen Systeme und den Personenkult. Seine kritische Haltung zur Renaissance monarchistischer Bewegungen in Österreich und zur nostalgischen Verleugnung der negativen Seiten absolutistischer Regime zielt dabei direkt auf das gegenstandslose Loben der „guten alten Zeiten“ als Österreich noch eine wesentlich größere und geopolitisch wichtigere Nation war.

Falco meinte in einem Interview mit dem ORF 1992 dazu: „Wir Künstler könnten in keinem anderen System leben als in der Demokratie. Wir könnten weder mit einem Führer noch mit einem Kaiser leben – wir wären die Allerersten, die zensuriert oder rausgeschmissen würden. Wenn man irgendeine Geisteshaltung dokumentieren will, kann die nur links sein. Kronprinz gut und schön, aber mein Freund wäre er nicht“.

Da der Song lediglich ein Albumtrack ist, gibt es relativ wenig Kritiken über ihn – lediglich die österreichische Tageszeitung Täglich Alles lobt ihn bei der Veröffentlichung als „bissigen Rap über die Kaisersehnsüchte der Österreicher“. Falco selbst dürfte den Song sehr geschätzt haben. So wurden die Konzerte der Nachtflug-Tournee 1993 mit dieser Nummer eröffnet, auch zitierte Falco in einem Interview nicht ohne Selbstlob Textpassagen aus dieser Nummer.

Obwohl das Stück nicht als Single im Rahmen der Veröffentlichung des Albums Nachtflug ausgekoppelt wurde, kam es 1993 im Zuge der Tournee zumindest zu Promotion-Single-Ehren. Da beim Start der Tour wenigstens in Österreich großes mediales Interesse an Falcos Live-Comeback aufflammte, beschloss EMI Austria von den Produzenten Beat 4 Feet Remixes dieses Songs anfertigen zu lassen und eine 12“ Promo-Maxi zum Versand an Radiostationen und DJs zu veröffentlichen. Die Idee war wohl, einen regulären Release nachzuschieben, sollten diese neuen Mixes Airplay bekommen und so kommerzielles Potential zu wecken, dies war jedoch leider nicht der Fall. Daher gibt es von dieser Platte lediglich rund 50 Stück – was diese 12“ zu einer der seltensten Falco-Platten macht (lediglich die 12“-Pressung der Single Nachtflug ist noch seltener). Für Sammler: es gibt von dieser Promo-Veröffentlichung auch noch eine Testpressung, diese ist noch rarer.

Die Promo wurde dabei ohne extra gestaltetes Cover ausgeliefert, sie war lediglich in neutral-weißes Kartoncover verpackt. Das gleiche gilt für die Testpressung.

Da der Song über eine Veröffentlichung im Promo- beziehungsweise Testpressung-Status nicht hinauskam, wurde auch kein Video produziert.

Auf Konzerten war die Nummer ein fixer Bestandteil der Nachtflug-Tournee 1993. Bei allen Konzerten wurde sie als Eröffnungssong gespielt. Leider gibt es jedoch keine qualitativ gute Aufnahme, das einzige Konzert, das während dieser Tour professionell aufgenommen wurde, war der Gig auf der Wiener Donauinsel. Da dieser Auftritt aber im Rahmen eines Gratiskonzertfestivals stattfand, musste Falco seine Setlist kürzen – aus unverständlichen Gründen wurde bei diesem Konzert auf diesen Song als Opener verzichtet, Falco spielte stattdessen das Lied Les Nouveaux Riches als erste Nummer.

Die DJs und Produzenten Martin Gellner und Werner Stranka, die unter ihrem Projektnamen Beat 4 Feet 1991 einige Hits in Österreich hatten, wurden 1993 von Falcos österreichischer Plattenfirma gebeten, doch einige Remixes dieses Songs anzufertigen. Und so entstanden zwei Hauptmixes, der ‚Extended Club Mix‘ und der ‚Schönbrunner Flieder Club Mix‘, von ersterem wurden dann noch ein kürzerer Radio Mix sowie ein Instrumental-Mix angefertigt. Aufgrund der Tatsache, dass die 12“ Maxi, auf der diese Mixes ursprünglich veröffentlicht wurden, so rar ist, waren diese Versionen bis 2012 lediglich Hardcore-Falco-Fans bekannt. Erst mit der Veröffentlichung der Deluxe Edition des Albums Nachtflug, bei der drei dieser vier Remixes auf der Bonus-CD enthalten waren, nahm eine größere Öffentlichkeit davon Notiz. 2018 wurde der Radio Mix dann auch auf dem Best-Of-Album Falco 60 verwendet.

Der ‚Extended Club Mix‘ gibt der Nummer einen sehr elektronischen, härteren Sound, dieser passt dem Song aber sehr gut. Den Songaufbau stören (auch im kürzeren ‚Radio Mix‘) die am Anfang und dann immer wieder eingestreuten „Eh“-Schreie Falcos, diese wirken ein bisschen wie den Fluss des Liedes bremsende Störelemente. Auch verändert der Remix den Refrain, was den Fortlauf ebenfalls hemmt und eigentlich nicht notwendig ist – hier wäre ein zusätzlicher Dub Mix, der Falcos Stimme teilweise verwendet, interessant gewesen, diese Phasen klingen ja aufgrund des fetten Basses dafür prädestiniert. In der Produktionsphase wurde dieser Remix unter dem Namen ‚Jazz Remix‘ gestartet.

Der ebenfalls von Beat 4 Feet produzierte ‚Schönbrunner Flieder Mix‘ (der am Anfang noch ‚Reggae Remix‘ hieß) ist hingegen ein sehr entspannter, cooler Mix. Die Produzenten verzichten bei dieser Version völlig auf den Refrain, lediglich Falcos „Monarchy Now“ und „Kaiser, Fürste, Könige“ und „Alive“ wird noch verwendet. Dies ist wahrscheinlich auf den doch rhythmisch nicht zum Tempo des Remixes passenden Refrain zurückzuführen. Es ist eine eindeutig für Clubs zugeschnittene Version, wesentlich unkommerzieller als der andere von ihnen erstellte Remix.

Leider ist die ‚Instrumental Version‘ dieses Songs bis heute nicht offiziell digital, sondern nur auf der auf 50 Stück limitierten Promo-12“ erhältlich. Es wäre bei der Songauswahl der Bonus-Disc anno 2012 sicherlich gescheiter gewesen, auf den ‚Deep Tekno Tranz Edit‘ von Titanic zu verzichten und stattdessen diesen seltenen Mix zu verwenden.

2008 wurde dann noch ein Symphonic-Mix von Thomas Rabitsch produziert. Dieser ist eine der gelungeneren Versionen auf dem Album, er nimmt den relaxten Swing-Rhythmus mit und verschmerzt auch die Weichspüle, die nun mal mit solchen sinfonischen Umfärbeleien verbunden sind, ganz gut.

Der Song über Monarchie-Nostalgie ist eines meiner absoluten Lieblingsstücke von Falco. Es ist musikalisch interessant, hat einen sarkastischen Text und unterscheidet sich wohltuend von den dann doch nicht so eleganten und komplex aufgebauten Nummern der Bollands auf dem Album Nachtflug. Die Nummer ist sehr rhythmisch und hat gleichzeitig auch einen sehr melodiösen Charme während des Refrains, sie ist gleichzeitig ruhelos und entspannt, eine interessante Mischung. Gleichzeitig merkt man Falcos Verbundenheit mit der Nummer im Text, es ist ein typisches Falco-Thema während dieser Zeit.

Es ist schade, dass aus der Kooperation Kloser/Schober-Falco nicht mehr Songs entstanden sind, auch die zweite Nummer, die im Rahmen der Sessions in Los Angeles entstanden ist (Nachtflug) ist charmant – beide Stücke sind gleichzeitig irgendwie Falco-typisch und auch wieder nicht. Es wäre interessant gewesen, wie ein ganzes Album, das in dieser personellen Konstellation entstanden wäre, geklungen hätte.

Auch bleibt anzumerken, dass dieses Stück (oder auch Nachtflug) wesentlich besser als zweite Single geeignet gewesen wäre als das ausgekoppelte Dance Mephisto. Während dieses brachial und ohne wirkliches Hit-Potential daherkommt (und, genauso wie Tango The Night anno 1985 auf Falco 3, lediglich ein durchschnittlicher Album-Track ist), wären die Kloser/Schobel-Songs definitiv in der Lage gewesen, zu zeigen, dass Falco 1992 auch anders klingen und sich musikalisch weiterzuentwickeln in der Lage war. Nicht, dass ich glaube, dass diese beiden Nummern große kommerzielle Hits geworden wären (dazu war die Stimmungslage zu sehr gegen Falco zur damaligen Zeit), aber sie wären sicher Ausrufungszeichen eines Änderungs- und Fortschrittswillens Falcos gewesen.

So bleibt dieser Song eine recht unbekannte Perle in Falcos Opus, ein Geheimtipp – wie vielleicht auch Pusher (vom Album Data De Groove): beliebt bei Fans, dem Rest der Welt unbekannt.

Text

(Monarchy now, alive
Monarchy now, alive
Monarchy now, alive
Mo-Mo-Mo-Monarchy now, alive)

Gestern begrub ich meinen Kater
Ein Geschenk von meinem Vater
Er sagt vor Gott sind alle gleich
Nur unser Kaiser
Der war gleicher
Selbst als Leich'

Er sagt
Ob Kaiser oder Führer
Alles Kriegsverlierer
Betracht' ich still mir seine Orden
Dann wird mir manches clearer

Kaiser, Fürsten, Könige
Allbeliebte Monarchen
Erfreut erneut wohin heut'
Der Zug der Zeit sie fährt
Gebt dem Lande tollkühnste Parade-Patriarchen
Gebt dem Volk die Heiligen die es so begehrt

(Monarchy now, alive)

Ey!

Dürfte im schlimmsten Fall ich wählen
Zwischen monströsen oder dekadenten Seelen
Zwischen Reichsstandarte und Schönnbrunner Flieder
Da wär' der Kronprinz mir noch lieber

Der hat zwar nie sein Reich besessen
Dafür eine Unzahl von Mätressen
Das blieb auch so in jedem Fall
Na, in dem Punkt
Da wär' er liberal

Kaiser, Fürsten, Könige
Allbeliebte Monarchen
Erfreut erneut wohin heut'
Der Zug der Zeit sie fährt
Gebt dem Lande tollkühnste Parade-Patriarchen
Gebt dem Volk die Heiligen die es so begehrt

(Monarchy now, alive
Mo-Mo-Mo-Monarchy now, alive
Monarchy now, alive)

Well, there goes our salvage, guys
Well, there goes our salvage, guys
Well, there goes our salvage, guys

Ey!

Mit Fahnen, Pauken und Granaten
Für die Monarchen
Orientexpress Konstantinopel – Wien
Gebt dem Lande todschickeste Salon-Party-Plonarchen
Lass die Andersdenker nur gen Amerika ziehen

Kaiser, Fürsten, Könige
Allbeliebte Monarchen
Erfreut erneut wohin heut'
Der Zug der Zeit sie fährt
Gebt dem Lande tollkühnste Parade-Patriarchen
Gebt dem Volk die Heiligen die es so begehrt

Kaiser, Fürsten, Könige
Allbeliebte Monarchen
Erfreut erneut wohin heut'
Der Zug der Zeit sie fährt
Gebt dem Lande tollkühnste Parade-Patriarchen
Gebt dem Volk die Heiligen die es so begehrt

Kaiser, Fürsten, Könige
Allbeliebte Monarchen

Übersetzung rumänische Textpassage (…)

Für die Toten, für die Verwundeten, alle rumänischen Pfarrer, alle römisch-katholischen Pfarrer und die Kirchen aus den Nachbarländern: Der Glaube an Gott existiert. Es gibt Gott, es gibt Gott…

Booklet:
The atmosphere backing tracks in the opening if this song are original recordings of the Romanian revolution in Timosora, December 1989. About more than a hundred thousand people are chanting "God exists".

Meine Textfassung beruht, falls vorhanden, auf den Textbeilagen der offiziellen Veröffentlichungen (Booklet, Inlay, Cover etc.). Allerdings wurden alle Texte abgehört und nach dem gesungenen Wort korrigiert. Bei Songs, bei denen keine Textbeilagen verfügbar sind, basiert meine Fassung ausschließlich auf dem gesungenen Wort bzw. auch auf im Internet kursierenden Versionen. Textpassagen, die im Dialekt gesungen wurden, stehen in gemäßigter Transliteration. Rechtschreibfehler, sowohl deutsche als auch englische, wurden in eklatanten Fällen korrigiert. Die Rechtschreibung beruht teils auf der zur jeweiligen Zeit gültigen (Textbeilagen), teils auf der neuen Rechtschreibung (eigene Abhörungen). Auf Satzzeichen wurde im Allgemeinen verzichtet. Für Verbesserungsvorschläge bin ich dankbar.