Live Album

Live Forever

November 1999
Eastwest Records GmbH
Charts: #34 AUT

  1. The Sound Of Musik (Live) 5:20
  2. Jeanny (Live) 6:32
  3. Der Kommissar (Live) 5:03
  4. Emotional (Live) 5:20
  5. Junge Roemer (Live) 4:46
  6. Auf Der Flucht (Live) 4:00
  7. Coming Home (Jeanny Part 2, Ein Jahr Danach) (Live) 5:14
  8. Hoch Wie Nie (Live) 4:32
  9. Ganz Wien (Live) 4:58
  10. Vienna Calling (Live) 4:41
  11. Helden Von Heute (Live) 4:27
  12. It’s All Over Now, Baby Blue (Live) 7:23
  13. Rock Me Amadeus (Live) 6:04

Über das Album

Nach dem enormen weltweiten Erfolg des Albums Falco 3 war es bereits vor Erscheinen der nächsten LP Emotional klar, dass Falco gleichzeitig mit der Veröffentlichung dieses Longplayers auf seine, sowohl vom Umfang als auch vom Aufwand gesehen, größte Tour gehen würde. Die Konzertreihe begann im Oktober 1986 in Österreich und führte Falco auch nach Deutschland, in die Schweiz, nach Ungarn und für fünf Konzerte sogar bis nach Japan. Eine Verlängerung der Tour in die USA mit 26 Konzerten war für Anfang 1987 geplant, wurde aber wohl hauptsächlich aufgrund des unerwarteten internationalen Flops des Albums abgesagt.

Falcos Band umfasst dabei zehn Musiker, mit einer derart großen musikalischen Begleitung ist Falco weder davor noch danach aufgetreten. Es war klar, dass Falco, der sich zum Zeitpunkt der Tournee auf dem kommerziellen Höhepunkt seiner Karriere befand, auch live wie ein internationaler Superstar auftreten wollte. Dementsprechend wurden auch große bis mittelgroße Hallen gebucht, in der Wiener Stadthalle trat Falco sogar zweimal vor 11.000 Menschen auf.

Im Repertoire der Tour befanden sich sämtliche neun Nummer des gerade erschienenen Albums Emotional, sowie sechs Stücke von Falco 3, vier Tracks von der Debut-LP Einzelhaft sowie zwei Lieder aus dem Longplayer Junge Roemer. Die Setliste bestand somit aus insgesamt einundzwanzig Songs.

Am 27. Oktober 1986 gab Falco im Rahmen dieser Tournee ein Konzert in der Berliner Eissporthalle. Fast genau dreizehn Jahre später, und rund eineinhalb Jahre nach Falcos Tod, wurde die dabei gemachte Aufnahme 1999 erstmals veröffentlicht.

Dabei wurde jedoch nicht das vollständige Konzert auf den Markt gebracht, sondern lediglich ein Auszug davon, rund ein Drittel der gespielten Songs schafften es nicht auf den Tonträger. So wurde auf Kamikaze Cappa, The Star Of Moon And Sun, Männer Des Westens-Any Kind Of Land, Cowboyz And Indianz, The Kiss Of Kathleen Turner, Crime Time, Les Nouveaux Riches, Munich Girls und No Answer (Hallo Deutschland) verzichtet, das Live-Album umfasst somit nur dreizehn Nummern. Das Weglassen der oben angeführten Songs ist auch deshalb bedauerlich, weil Falco viele davon lediglich auf dieser Tour und danach nie wieder live aufgeführt hat. Der Grund für diese reduzierte Anzahl an Tracks auf der LP dürfte dabei kostentechnischer Natur sein. So hätte man für die Veröffentlichung des gesamten Konzerts zwei CDs gebraucht, die Plattenfirma EastWest (die Falcos Katalog von Teldec übernommen hatte, heute liegen die Rechte bei Warner Music) entschied sich daher 1999 wohl für eine Auswahl an Liedern beziehungsweise für eine Albumlaufzeit, die auf eine einzige CD passte. Verwunderlich ist jedoch, warum nicht noch ein Song mehr auf das Album genommen wurde, die Laufzeit des Albums beträgt rund 68 Minuten, der Red Book Standard (der sicherstellt, dass eine CD auf jedem CD-Player problemlos abspielbar ist) liegt bei 74 Minuten.

Gleichzeitig wurde auch der chronologische Ablauf des Konzerts nicht richtig auf der Platte reproduziert. Das Tracklisting wurde nicht in der Abfolge übernommen, wie Falco es 1986 gespielt hat (die Konzerte auf der Emotional-Tour wurden alle mit The Star Of Moon And Sun oder Kamikaze Cappa eröffnet), stattdessen wurden einige Hits an den Anfang des Albums gereiht. Dies sollte wohl die Kaufkraft heben, vermindert aber natürlich gleichzeitig massiv die Authentizität der Veröffentlichung.

Aufgenommen wurde das Konzert 1986 von Falcos damaligen Produzenten Rob und Ferdi Bolland, sie verwendeten dabei ein mobiles Tonstudio, welches direkt vor der Halle geparkt war. Falco ging im Konzert auf den Umstand ein, dass das Konzert aufgezeichnet wird, diese Ansage ist auch auf dem Album zu hören: „Vielleicht habt ihr da draußen vor der Halle diesen großen Wagen gesehen. Da stehen drei 24-Kanal-Tonbandmaschinen drinnen. Vielleicht habt ihr hier in den vorderen Reihen auch auf den Boxen die Mikrofone gesehen, die nicht für uns bestimmt sind, sondern für euch bestimmt sind. Wisst ihr warum? Wir nehmen das ganze Konzert ganz einfach auf!“

Als man nach Falcos Tod die Aufzeichnungen dieses Auftritts 1999 für eine Veröffentlichung würdig befand, entschloss man sich, wohl aus Gründen der Authentizität, die Bollands die damals aufgenommenen Bänder auch produzieren zu lassen. Die Produktion mischt dabei Falcos Stimme sehr prominent, fast schon abgehoben, in den Vordergrund, dies geht zu Lasten der Band, diese hört man oft nur dünn und blass im Klangbild. Manchmal dominiert auch das Schlagzeug den Sound, während der Bass nur sehr selten eine wichtige Rolle im Mix spielt. Auch das Publikum hört man meistens nur nach den Songs, die Stimmung unter den 6.000 Berliner Fans kommt nur sehr selten auf dem Album rüber.

Und natürlich stellt man bei dieser Aufnahme auch unweigerlich fest, dass Falco halt leider auch kein klassischer Live-Künstler war. Der Sound von Falcos Musik war stets einer, der hochprofessionell in einem technisch hochgerüsteten Studio produziert wurde, eine Übertragung auf eine Live-Situation war daher stets nicht ohne Probleme und Abstriche möglich. Falco selbst sprach in mehreren Interviews über diese technische Herausforderung. Häufig führte diese schwierige Reproduktion zu einem biederen, braven Live-Sounds, vielen Songs verloren in Konzerten an Biss und Schärfe.

Seltsamerweise kam auch Falcos Charisma bei Live-Auftritten meistens nicht so zur Geltung, wie man das annehmen könnte. Während in Falcos Videoclips (durch die schnellen Schnitte in diesem Medium) sein Appeal im Regelfall faszinierend und anziehend vermittelt wird, so verlor sich diese Ausstrahlung über die Dauer eines Live-Konzerts und auf einer Bühne. Falco war kein Showman wie Freddy Mercury oder Mick Jagger, vielmehr entstand oft der Eindruck, dass Falco auf Konzerten ein bisschen verloren und ohne direkten Draht zum Publikum wirkte.

Auf dem Album sind einige von Falcos Interaktionen mit seiner Zuhörerschaft enthalten: Am Beginn des Konzerts fragt Falco in Aneignung des Brandenburger Dialekts „Hey, Berlin! Ihr habt mir wieder!“, eine Anspielung auf die Tatsache, dass Falco, vor Beginn seiner Karriere, 1979 einige Monate in dieser Stadt gelebt hat. Die Vorstellung der Bandmitglieder erfolgte während dieses Konzerts gleich zweimal, einmal beim Song Junge Roemer, später dann nochmals bei der Nummer It’s All Over Now, Baby Blue (bei dieser zweiten Vorstellung spricht Falco dann auch Worte, die später von den Bollands, in extrem unauthentischer Art und Weise, in dem posthum angefertigten Sample-Songs New York City Girls verwendet werden).

Die Nummern wurden während des Konzerts in einer Art und Weise gespielt, die meistens sehr nahe an der Produktion der Studioversionen blieb. Die Größe der Band (inklusive der zwei Sängerinnen) erlaubte sogar eine Aufführung des Songs Emotional, bei dem die Produktion ja eine solche vielköpfige Begleitung voraussetzt. Wohl auch aus diesem Grund hat Falco bei späteren Tourneen und Konzerten diese Nummer nie mehr live gespielt. Bei Jeanny wurde am Schluss der Tracks eine kurze Passage aus der Titelmusik zum Westernfilm „Once Upon A Time In The West“ gespielt, dies wohl deshalb, weil der deutsche Filmtitel „Spiel Mir Das Lied Vom Tod“ so gut zur Vieldeutigkeit dieses damals heiß diskutierten Hits passte. In die gleiche Schneise schlägt auch der Umstand, dass Falco die Nummer Crime Time direkt nach dem Skandalhit spielte. Auch wurde der zweite Teil der Jeanny-Saga, Coming Home (Jeanny Part 2, Ein Jahr Danach), gespielt, auch das passierte lediglich bei dieser Konzertreihe 1986, bei späteren Tourneen wurde diese Nummer lediglich noch kurz am Ende des Songs Jeanny kurz angespielt und so auf die Mehrteiligkeit dieses Titels verwiesen.

Dieses Live-Album war Teil von Falcos Vertrag, den er 1986 mit Sire Records/Warner Music abgeschlossen hatte. Letztlich wurden Aufnahmen von Live-Konzerten (auch vom Donauinselfest 1993) erst nach Falcos Tod veröffentlicht, bis zu seinem Tod erschien kein einziges Live-Tondokument. Warum zu Falcos Lebzeiten dieses Konzert aus Berlin nicht auf den Markt gekommen ist, verwirrt bis heute: so wäre der Sommer 1987 ideal für einen solchen Release gewesen. Zu diesem Zeitpunkt war das Album Emotional fertig vermarktet (die Titelnummer wurde im Frühjahr als dritte und letzte Single ausgekoppelt), die Tournee war gerade erst vorbei und Falco produzierte gerade mit Gunter Mende und Candy Derouge das geplante Album „Aya“ (welches schlussendlich unter dem Titel Wiener Blut und mit neu hinzugefügten Titeln der Bollands in die Läden kam), eine neue LP war also zu diesem Zeitpunkt auch nicht in den Startlöchern. Auch die Nummer Body Next To Body, die Falco parallel mit Giorgio Moroder und Brigitte Nielsen aufnahm, war noch nicht fertig und es war auch noch unklar, wann dieses Kooperationsprodukt auf den Markt kommen sollte.

Wie auch immer, man verpasste dieses optimale Veröffentlichungszeitfenster im Jahr 1987 und als sich Falcos Vertrag mit Warner Music nach dem Erscheinen des Albums Data De Groove 1990 wenig erfolgreich dem Ende zuneigte, gleichzeitig aber noch die Veröffentlichung dieser Live-Aufnahmen ausstand, machte es nachvollziehbar keinen Sinn mehr, ein Live-Album einer Tour zu verkaufen, die vor fünf Jahren stattgefunden hat. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass Falco zu dieser Zeit am kommerziellen Tiefpunkt seiner Karriere angelangt war. Schlussendlich macht Warner Music den Vorschlag, statt der Live-Aufnahmen von 1986 ein Album mit neu angefertigten Remixen von Falcos Hits zu veröffentlichen, 1991 entstand aus dieser Idee die LP The Remix Hit Collection. Erst Falcos Tod und die dadurch neu entstandene Nachfragen nach Produkten holte die Aufnahmen (wenngleich leider nur in Auszügen) aus den Archiven.

Ebenfalls verwunderlich ist, warum Falco und sein Management nicht die Konzerte in Japans Hauptstadt Tokio im Dezember 1986 sowohl in Ton als auch in Bild aufzeichnen ließ. Schließlich waren diese Auftritte extrem prestigeträchtig und wären auch imagetechnisch weltweit gut vermarktbar gewesen. Sicherlich „Falco live in Berlin 1986“ klingt nicht schlecht, aber im Vergleich zu „Falco live in Tokio, Japan 1986“ wesentlich weniger international. Falco war zum damaligen Zeitpunkt für die Dauer von ein paar Monaten ein Superstar, der auf dem gesamten Globus bekannt war, eine Veröffentlichung mit einer solchen Headline hätte auf der ganzen Welt Interesse hervorgerufen. Aber anscheinend war die Akustik in der NHK-Hall in Tokio nicht gerade die beste und wahrscheinlich wären auch die Kosten für gut verwertbare Aufnahmen exorbitant gewesen. Nichtsdestotrotz scheint es wie eine verpasste Gelegenheit, Falcos Status in der Popwelt durch den Release eines dieser Konzerte sowohl auf Ton- wie auch auf Videoträgern einen internationalen Anstrich zu geben.

Das Konzert von 1986 aus der Berliner Eissporthalle harrt bis heute auf eine vollständige Veröffentlichung mit dem chronologisch richtigem Tracklisting. Es scheint nunmehr aber weniger am fehlenden Willen von Warner Music zu liegen (die Plattenfirma hat 2021 und 2022 mit qualitativ sehr hochwertigen Re-Releases der Falco-Alben, bei denen sie im Besitz der Rechte sind, Emotional, Wiener Blut und Data De Groove, ihre Motivation bewiesen), vielmehr sind die Mastertapes des Konzerts anscheinend nicht mehr auffindbar. Dies ist seltsam, da die Bänder ja 1999 bei der Veröffentlichung des gekürzten Konzerts sicherlich in ihrer Gesamtheit vorgelegen sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Aufnahmen doch noch irgendwann gefunden werden und Falcos Konzert von 1986 einen umfassenderen Release spendiert bekommt.

Dieser Wunsch nach einer liebevolleren Veröffentlichung umfasst dabei auch die Gestaltung des Cover-Artworks. Dieses wurde 1999 sehr billig-schäbig gestaltet und wirkt alles andere als wertig. So wurde auf dem Frontcover ein Photo Falcos von der Emotional-Tour 1986 verwendet, dieses ist nicht das Problem, der Rest der Gestaltung wirkt aber nicht auch nur annähernd so gelungen. Über dem Photo ist mit einer extrem langweiligen Typographie der Name des Künstlers abgebildet, der Eindruck eines Ramschwarenprodukts wird aber durch die Anführung einiger auf dem Album befindlicher Songtitel (der größten Falco-Hits) erreicht. Die Cover-Rückseite wiederholt dieses Design, hier wird lediglich alles in einen roten Farbton getaucht und leicht ausgeschnitten dargestellt.

Da das Album 1999 zu einem normalen Vollpreis verkauft worden ist, muss man annehmen, dass das Artwork nicht bewusst so billig und niederwertig gestaltet worden ist, sondern dass hier einfach graphisches Unvermögen am Werk war. Schade, so wurde eine Veröffentlichung, die an sich schon nicht perfekt war (da das Konzert nicht platziert wurden) durch die Gestaltung des Covers noch weiter abgewertet. Auch das Booklet ist im gleichen Stil angefertigt worden und bietet keinen Mehrwert. Bei einer möglichen Neuveröffentlichung sollte man daher nicht nur die inhaltlichen Mängel, sondern auch gleich die gestalterischen Defizite beseitigen und diesem Konzert durch eine hochwertige Umsetzung auf allen Ebenen einen exquisiten Status zukommen lassen.

Die achtlose Art und Weise, in der dieses Album im November 1999 auf den Markt gebracht wurde, hatte zur Folge, dass sich die LP lediglich in Österreich in den Charts platzierte, über eine bescheidene Bestpositionierung auf Rang #34 kam sie aber auch nicht hinaus.

Veröffentlicht wurde der Longplayer im Format CD und Musikkassette, ein Release auf Vinyl wäre bei einer Re-Issue sicherlich auch eine nette Idee. 2008 und 2012 wurde das Album in einer 2-in-1-Box gemeinsam mit Emotional verkauft, eine gute Idee, schließlich stammen die Aufnahmen zu beiden LPs aus dem Jahr 1986, das Konzert fand ja im Rahmen der Tournee zu dieser Platte statt.

Die Presse reagierte kaum auf das Album, wohl auch, weil es seit Falcos Tod bereits unzählige andere Falco-Veröffentlichungen gegeben hatte (neben Out Of The Dark (Into The Light) auch das kompilierte Album Verdammt Wir Leben Noch und diverse Best-Of-Alben) und wahrscheinlich auch aufgrund der nicht wirklich hochwertigen Aufmachung und der Tatsache, dass das Konzert nur in Auszügen veröffentlicht wurde. Das Libro-Magazin fragt sich: „Würde er das wohl gutheißen? Okay, dem Album muss man zugutehalten, dass es noch nie ein Live-Album von Falco gegeben hat. Aber hat das nicht seinen guten Grund? Falco wird schon gewusst haben, warum er das zu seinen Lebzeiten nicht wollte. Songmäßig gibt’s natürlich alle Hits. Das Plus: obwohl man vom Publikum nicht viel hört, kann man die Spannung spüren, die ein Falco-Gig hatte – damals, als der Wiener auf dem Höhepunkt seiner Karriere war. Nostalgie macht Moneten“.

Im Chelsea Chronicle kommt das Album besser weg: „(Die Platte) belegt auf eindrucksvolle Weise erstens welche fantastische Band der Falke damals hatte und zweitens wie gut seine Hits erst in den Live-Versionen kamen. Ein geiler Gig einer tollen Band und Falco selbst ebenfalls in Bestform. Eigentlich gehen die vielen Falco-Veröffentlichungen der letzten Zeit ziemlich auf die Nerven, aber um dieses sensationelle Live-Album wäre es ewig schade gewesen. Wenn nur alles so gut wäre, wie diese Live-CD“.

Das Live-Album mit der Aufzeichnung des Berliner Auftritts im Rahmen von Falcos Emotional-Tournee 1986 wäre tatsächlich an sich ein faszinierendes Tondokument:  es ist das einzige Falco-Konzert das hochprofessionell aufgenommen wurde. Auch befand sich Falco am Höhepunkt seiner Karriere und die große Publikumsmenge garantierte eine tolle Atmosphäre und Stimmung in der Halle. Darüber hinaus spielte Falco mit einer zehnköpfigen Band und auch klangtechnisch wurde mit einem ansprechenden Budget gearbeitet.

Leider wurde 1999 bei der Veröffentlichung des Konzerts kein Schwerpunkt auf Qualität und Fan-Service gelegt: so wurde nicht der gesamte Auftritt auf das Album gepresst, sondern nur eine Auswahl der Songs, die Falco bei diesem Gig gespielt hat. Neben der Tatsache, dass auch die chronologische Abfolge der Nummern verändert wurde, fällt auch der Umstand negativ ins Gewicht, dass das gesamte Produkt (Cover- und Bookletgestaltung) äußerst billig und unansehnlich gestaltet wurde.

So bleibt zu hoffen, dass Warner vielleicht in Zukunft doch noch die Masterbänder des gesamten Konzerts im Archiv findet und diesem Falco-Auftritt in einer Art und Weise veröffentlicht, die sowohl authentisch als auch hochwertig und vollständig ist.

Beteiligte

Band:
Bass: Robert Pistracher
Drums: Curt Cress
Guitar: Helmut Bibl, Peter Viehweger (Bandleader)
Keyboards: Thomas Rabitsch, Wolfgang Breziner
Saxophone: Othmar Klein
Trumpet, Percussion: Bernhard Rabitsch
Backing Vocals: Anke Wendland, Jocelyn B. Smith

Produced by Rob & Ferdi Bolland
Recorded on location October 27th, 1986 in Berlin Eissporthalle by Rob & Ferdi Bolland and Dierks Mobile Studio
Mixed by Graham Laybourne at Boogie Park Studios Hamburg during September 1999.
All digital & analogue synchronisation by C-Lab "Time Machine"
Mastering by Achim Kruse
Songs 1, 2, 4, 7 and 13: original Bolland Studio samples edited for live concerts by Rob & Ferdi Bolland.
Photo: Herbert Kühn